< Adventkranz Wettbewerb der Diakonie - 2012

19.12.2012
Pfarrerin Maga. Elke Kunert in der Lutherkirche in ihr Amt eingeführt.

Damit sind in einer der größten Pfarrgemeinden Wiens, der Gemeinde „Währing und Hernals“ nun wieder beide Pfarrstellen besetzt.


Elke Kunert, Uwe Kühneweg, Hansjörg Lein, Hannelore Reiner

Elke Kunert, Sr. Franziska

Elke Kunert

Eine zahlreiche Gemeinde, darunter viele PfarrerInnen und MitarbeiterInnen aus anderen Wiener Gemeinden und übergemeindlichen Einrichtungen, feierte freudig mit Pfarrerin Elke Kunert einen festlichen Gottesdienst zum dritten Advent in der Lutherkirche. Deren Inneres wird derzeit renoviert, lässt jedoch die künftige Schönheit schon deutlich erkennen.

Superintendent Lein erinnerte in seiner Ansprache daran, dass nach Artikel V des Augsburger Bekenntnisses eine Pfarrerin eine „Ministerin“ des göttlichen Wortes ist und vor allem durch das Reden über das wirkt, was in der Bibel als Wort Gottes überliefert ist, durch das Weitersagen des Evangeliums von Jesus Christus. Ziel ist es, den Glauben zu wecken und zu fördern, was freilich nur durch das Wirken der Geisteskraft Gottes geschehen kann! Im Amtsauftrag, der vom Oberkirchenrat in Absprache mit der Gemeinde ausgestellt wurde, ist ihm aufgefallen, dass Kinder- und Jugendarbeit besonders betont und die Bereitschaft und Mitwirkung bei der Erneuerung der Gemeinde erwartet wird. Damit weist die Gemeinde – sie betreibt einen großen Kindergarten und beherbergt die Lutherschule – darauf hin, dass ihr das Evangelische Schulwesen und der protestantischen Grundsatz der ‚Ecclesia semper reformanda‘ wichtige Anliegen sind.  

Wie wichtig auch der Gesamtkirche eine solche Amtseinführung ist, zeigte die Mitwirkung von Oberkirchenrätin Dr. Hannelore Reiner als Assistentin. Das berührende Segenswort von Sr. Franziska von den Dominikanerinnen und ihre Mitwirkung bei den Fürbitten war ein schönes Zeichen gelebter Ökumene.

Wie in der Lutherkirche und vielen anderen Gemeinden üblich wurden die Kinder vor der Predigt in den Kindergottesdienst ‚verabschiedet‘, um dann zur Abendmahlsfeier wieder in die Kirche zu kommen.

Pfarrerin Kunert ging in ihrer Predigt (1. Buch Mose, 1,27) der uralten Frage „Wer ist Gott? Und: Wer bin ich?“ nach: Wir sind Gottes Ebenbilder: in unserer Vielfalt. Gott in seiner Fülle an Lebendigkeit ermöglicht unendlich viele Ebenbilder, keines gleicht dem anderen und doch ist Gott der eine. Wir alle sind Originale und sind doch zugleich ein Abbild des einen Urbildes. Jede einzelne spiegelt etwas von dem göttlichen Glanz. In jeden hat Gott etwas von sich hineingelegt. Als Gottes Ebenbild können wir - sind wir vielleicht sogar verpflichtet – schöpferisch sein. Neues auszuprobieren, neues zu denken, neue Wege zu gehen. Neu anfangen. Kein Tag ist gleich. An keinem Tag im Leben bin ich gleich. Glaube, gestalte immer wieder Veränderung in der beruhigenden und auch notwendigen Alltagsroutine unseres Lebens. Aber auch im Leben unserer Pfarr­gemeinde. Ein erster Schritt ist es dabei, die eigenen Bedürfnisse und die der anderen zu erkennen und ernst zu nehmen. Dazu muss vielleicht auch manchmal alter Ballast abgeworfen werden, um Platz zu schaffen für Neues. Wir dürfen, müssen, immer wieder zu neuen Ufern aufbrechen, um nicht stillzustehen und irgendwann überholt zu werden, überholt zu sein. Und wir sind auch Gottes Ebenbilder in unseren Beziehungen, in der Kommunikation. Und damit ist das Sein nach dem Bilde Gottes, ein sich gemeinsam in seiner Spur befinden. Wer bin ich also? Ich bin Gottes Ebenbild. Wir sind ihm ähnlich in unserer Vielfalt, in unserer Kreativität. Wir sind Gottes Ebenbilder in unseren Beziehungen, in unserem Bezogensein auf Gott und auf andere. Wenn ich Du sage, dann spiegelt sich in mir Gott. Das ist Gabe und Aufgabe an uns Menschen auch hier in unserer Gemeinschaft der Lutherkirche.

Beim anschließenden Empfang im Gemeindesaal zeigten die Grußworte der beiden Bezirksvorsteher-Stellvertreter Mag. Peter-Eric Sas (17. Bez.) und  Ing. Norbert C. Hahn (18. Bez.) ebenso wie jene von Sr. Franziska (Dominikanerinnen) und Mag. Michael Bubik (Evangelisches Schulwerk Wien) wie wichtig für Bezirk, Ökumene und Diakonie-Bildung das gute Miteinander mit der evangelischen Pfarrgemeinde ist. Alle genossen bei diesem  gemütlichen Beisammensein nicht nur die liebevoll vorbereiteten Köstlichkeiten an Speis‘ und Trank sondern auch die vielen guten Gespräche untereinander und mit der „neuen“ Pfarrerin.

Dr. Inge Troch


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