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01.07.2010
Eröffnungsfest der Stadtdiakonie Wien

Unter dem Motto "Helfende Hände" wurde die Übersiedlung in die Große Neugasse gefeiert.


Nach langer Suche konnte das ESW nun in neue Räume in der Großen Neugasse 42 übersiedeln. Das Häferl-Team hat sie liebevoll renoviert und sie sind nun praxistauglich. Es gibt einen vom Beratungsraum getrennten einladenden Warteraum für Hilfesuchende, Büros für die Geschäftsführerin, Dipl. LSB Claudia Röthy, und für die Leiterin des ESW, Ing.in Maga. Helga Preiss, und auch einen kleinen Lagerraum für Sachspenden. Am 25.Juni konnten dieses neue Zentrum feierlich eröffnet werden. Für die Segensfeier hatte Superintendent Mag. Hansjörg Lein die Geschichte vom barmherzigen Samariter ausgewählt, die mit dem Schlusssatz „So geh hin und tu desgleichen!“ zum diakonischen Handeln aufruft.

Menschen in Not helfen, Aktionen wie „Schulanfang“ oder „Wärmequell“ ist dank der Freigebigkeit vieler Menschen möglich. Alle Spenden kommen Bedürftigen zugute. Die Wiener Pfarrgemeinden sorgen daher jährlich für die notwendige finanzielle Basisausstattung, um die vielfältigen Aktivitäten im ESW und Häferl zu ermöglichen. Eine zusätzliche „Starthilfe“ der Super­intendenz für die Arbeit in den neuen Räumen war für die Geschäftsführerin überraschend und willkommen.

„Helfende Hände“ war das Motto des Festes und damit auch der von Bischof Dr. Michael Bünker eröffneten Malaktion, helfende Hände waren in Form von Keksen von der Geschäftsführerin der Superintendentur, Maga. Marjatta Hakanen, gebacken und liebevoll als Geschenk verpackt worden. Gerlinde Horn, die Gründerin des Häferls und dessen Leiter, Norbert Kavranek boten musikalische Unterhaltung.

Eine Podiumsdiskussion mit Mag. Michael Chalupka (Direktor der Diakonie Österreich), Maga. Martina Kargl (sozialpolitische Referentin der Caritas) und Frau Maga. Preiss (ESW) brachte zum Thema „Armut in Österreich – Kinderarmut“ wieder den Ernst der Lage einer großen Personengruppe ins Bewusstsein. Die Zahl jener Menschen, deren Einkommen unter der Armutsgrenze liegt, ist so groß wie die Zahl der Einwohner der Städte Linz und Graz zusammen! Überproportional viele Kinder sind davon betroffen, da sich vielfach Familien und Alleinerziehende mit mehreren Kindern in dieser Lage befinden. Besonders bedauerlich ist der immer wieder zu beobachtende Versuch, jene, die wenig verdienen, gegen jene, die noch weniger haben, auszuspielen und letztere als Sozial­schmarotzer hinzustellen. Mit dem Aufruf dagegen aufzutreten endete die Diskussion.

Die - ehrenamtliche tätigen - Mitglieder des Vorstandes der Stadtdiakonie freuten sich mit den MitarbeiterInnen der Stadtdiakonie über die neuen Räume und die zahlreichen Besucher und Besucherinnen aus den Pfarrgemeinden!

Dr. Inge Troch

 

 

 


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