Langwierige humanitäre Krise befürchtet
Wien (epdÖ) – Nach der verheerenden Sturzflut am Mittwoch, 26. August, in Nepal steigt die Zahl der Opfer und Vermissten. Die Diakonie Katastrophenhilfe startet erste Nothilfemaßnahmen vor Ort mit ihren Partnern der ACT Alliance, dem weltweit größten kirchlichen Netzwerk für humanitäre Hilfe, und ruft dafür zu Spenden auf.
Über 1.600 Menschen werden am zweiten Tag nach der Sturzflut vermisst, weist die Diakonie in einer Aussendung auf das Ausmaß der Katastrophe hin. Hunderte seien durch die Schlamm- und Wassermassen in der chinesisch-nepalesischen Bergregion ums Leben gekommen – unter ihnen auch viele Touristen. „Die meterhohe Sturzflut kam ohne Vorwarnung und hat Menschen, Straßen und ganze Dörfer mitgerissen“, sagt Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser. „Unsere Gedanken sind bei den vielen Opfern und denen, die jetzt Unterstützung benötigen.“
Humanitäre Krise in Nepal wird lang andauern
Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung, der fortbestehenden sekundären Risiken wie Erdrutschen und weiteren Überschwemmungen sowie der großen Zahl weiterhin vermisster Personen dürfte sich die Notsituation zu einer langwierigen humanitären Krise und Wiederaufbaukrise entwickeln, schreibt die Diakonie weiter. Das erfordere eine anhaltende Unterstützung durch die Regierung und die internationale humanitäre Gemeinschaft.
Klimawandel verschärft die Risiken
Die Diakonie weist darauf hin, dass Nepal als besonders katastrophenanfällig gelte. Laut dem Anpassungsindex des evangelischen Hilfswerks Brot für die Welt drohten dem Land durch Hitzewellen, schwere Regenfälle, extreme Überschwemmungen, Erdrutsche und Gletscherseeausbrüche enorme Klimagefahren. Die Anpassung daran halte jedoch nicht Schritt, weil eine ausreichende internationale Finanzierung dafür fehle.
„Diese Katastrophe macht deutlich: Jede Sekunde zählt, um Menschen vor solchen Bedrohungen frühzeitig zu warnen und Leben zu retten“, betont Moser. „Gerade in Zeiten des Klimawandels ändern und verschärfen sich die Risiken. Bedrohte Länder wie Nepal müssen darin unterstützt werden, sich auf solche Herausforderungen vorzubereiten.“
Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden
Diakonie Austria gemeinnützige GmbH
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Spenden-Kennwort: Katastrophenhilfe
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