<h3>Moser: „Menschen im Libanon brauchen Schutz und Sicherheit“</h3>
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<p>Wien (epdÖ) – Angesichts der Folgen des Krieges für die Bevölkerung im Libanon und in Gaza ruft die Diakonie Katastrophenhilfe zu Spenden auf. Zudem hat die evangelische Hilfsorganisation ihren Partnern vor Ort, die über eine sich „dramatisch verschärfende“ humanitäre Lage berichten, bereits Mittel für erste Nothilfe zur Verfügung gestellt.</p>
<p>Die Diakonie ist in engem Kontakt mit ihren langjährigen Partnerorganisationen im Libanon, die schon seit Jahren dort Hilfe für Geflüchtete aus Syrien und in den letzten Jahren zunehmend mehr auch für die lokale Bevölkerung leisten. Angriffe würden Familien zwingen, ihr Zuhause und ihren Besitz zu verlassen und in sichere Landesteile zu fliehen. Viele Menschen seien unterwegs gestrandet. In den westlichen Vororten Beiruts mussten Krankenhäuser evakuiert werden.</p>
<h3>Libanon: 700.000 Menschen auf der Flucht</h3>
<p>Im Libanon ist bereits mehr als ein Zehntel der Bevölkerung auf der Flucht (700.000, darunter 200.000 Kinder). „Es herrscht allerorts Angst, Erschöpfung und große Unsicherheit. Gleichzeitig stoßen die aufnehmenden Gemeinden und staatlichen Stellen zunehmend an ihre Belastungsgrenzen“, berichten die Partnerorganisationen der Diakonie Katastrophenhilfe über die Lage vor Ort. Die libanesischen Behörden arbeiten an der Einrichtung von Notunterkünften, die meisten davon in öffentlichen Schulen.</p>
<p>Von der internationalen Berichterstattung „weitgehend unbeachtet“ hätten der Diakonie zufolge die kriegerischen Auseinandersetzungen auch zu einem neuen Vakuum humanitärer Hilfe in Gaza geführt. Grenzübergänge wie Rafah und Zikim, über die in letzter Zeit Hilfsgüter in den Gazastreifen kommen konnten, wurden wieder geschlossen. Auch Treibstoff, der für den Betrieb von Generatoren von Krankenhäusern und Wasseraufbereitungsanlagen gebraucht wird, könne laut Diakonie nicht mehr geliefert werden. „Die Gesundheits- und Wasserversorgung steht vor dem Kollaps, die Seuchengefahr steigt. Auch medizinische Evakuierungen sind stark beeinträchtigt“, betont die Diakonie.</p>
<p>„Die Menschen im Libanon brauchen jetzt vor allem Schutz, Sicherheit und konkrete humanitäre Unterstützung. Viele Familien haben innerhalb kürzester Zeit alles verloren und wissen nicht, wohin sie gehen sollen“, appelliert Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser, die eine „eklatante Lücke in der öffentlichen Aufmerksamkeit“ wahrnimmt. „Es fallen Bomben auf den ganzen Nahen Osten, doch das Thema humanitäre Hilfe kommt in der Berichterstattung kaum vor“, so Moser.</p>
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Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für die Hilfe vor Ort:</p>
<p>Diakonie Katastrophenhilfe<br />
IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333<br />
BIC: GIBAATWWXXX<br />
Spenden-Kennwort: Nahost-Nothilfe</p>
<p>Online-Spenden: <a href="https://www.diakonie.at/nahost-konflikt">diakonie.at/nahost-konflikt</a… />
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