Evangelische Sendungen in Radio und TV zur Osterzeit

TV-Gottesdienst am Karfreitag aus der evangelischen Kirche in Mödling

Mödling / Graz / Wien (epdÖ) – Zahlreiche evangelische Inhalte in Fernsehen und Radio werden auch heuer wieder rund um Ostern ausgestrahlt. Der diesjährige Radio- und TV-Gottesdienst am Karfreitag, 3. April, wird aus der evangelischen Kirche in Mödling, auf Ö1 und in ORF 2 gesendet. Beginn ist um 10.05 Uhr. Der Gottesdienst steht unter der Überschrift „Das Dunkel durchKREUZt“. Er setzt sich mit den dunklen Seiten des Lebens auseinander. „Der Karfreitag konfrontiert uns mit unseren eigenen Dunkelheiten. Immer wieder erleben Menschen dunkle Stunden mitten im Leben. Erleben, wie Lebenspläne durchkreuzt werden, manchmal von einer Minute auf die andere“, unterstreicht Pfarrerin Anne Tikkanen-Lippl aus der evangelischen Kirche in Mödling. Tikkanen-Lippl und ihr Team feiern gemeinsam mit der Gemeinde diesen Fernseh- und Radiogottesdienst.

Im Gottesdienst werden Menschen zu Wort kommen, die Dunkles erlebt haben oder von der Dunkelheit anderer berichten. Sie erzählen, was sie trägt, wie sie es geschafft haben bzw. schaffen, das Dunkel zu “durchKREUZen”. Die musikalische Leitung hat Landeskantor Matthias Krampe, der auch die Orgel spielt. Gesanglich begleiten die Sopranistinnen Karoline Pilcz und Gustava Tjörn den Gottesdienst.

TV-Gottesdienst mit Kabarett am Ostermontag aus Grazer Kreuzkirche

Ein Gottesdienst mit Kabarett wird am Ostermontag, 6. April, um 10 Uhr in ORF III und den Regionalradios des ORF übertragen. Der Gottesdienst aus der Kreuzkirche in Graz beginnt um 10 Uhr.

Der Gottesdienst steht unter dem Titel „Ostern, das wäre doch gelacht!“ und nimmt die Tradition des Osterlachens auf. „Vielleicht ist diese Kombination ungewöhnlich“, blickt Pfarrer Paul Nitsche dem TV-Gottesdienst am Ostermontag entgegen. „Es wird um die Begegnung der Emmausjünger mit dem auferstandenen Jesus gehen. Bei genauerem Hinsehen tun sich da viele Fragen auf. Im Gottesdienst werden wir die eine oder andere mit Humor stellen und mit Tiefsinn beantworten – oder umgekehrt“, erklärt der Pfarrer.

Das Format eines Kabarett-Gottesdienstes biete die Chance, schwierige Themen leichter verständlich zu vermitteln: „Promis wie Arnold Schwarzenegger und Marko Arnautović und eigene Comedy-Charaktere wie der Biobauer Hinhackl werden sich mit Ostern und der Emmausgeschichte befassen“, sagt Oliver Hochkofler, der gemeinsam mit Imo Trojan den Gottesdienst humorvoll mitfeiert. Bekannt sind die beiden durch ihr Kirchenkabarett „Mit der Kirche ums Kreuz. Aus ‚heiterem‘ Himmel“.

Ronja Pfau, seit Kindheitstagen in der Kreuzkirche aktiv, wird ebenfalls mitwirken. „Ich freue mich sehr, dass wir als Kreuzkirchen-Gemeinschaft am Ostermontag mit der seit 2000 Jahren ansteckenden Osterbotschaft vom auferstandenen Christus ins ganze Land strahlen dürfen“, bekräftigt die Theologie-Studentin.

Palmsonntag: “kreuz & quer” über das “Kreuz mit dem Karfreitag”

Am Palmsonntag, 29. März, zeigt in „kreuz & quer reportage: Das Kreuz mit dem Karfreitag“ (12.30 Uhr) auf ORF 2 Heidi Neuburger-Dumancic die religiöse Bedeutung des Karfreitags für die evangelischen Kirchen, zeichnet die Geschichte des Protestantismus in Österreich nach und beleuchtet die facettenreiche Diskussion über das „Karfreitagsurteil“, die bis heute andauert. Als arbeitsfreier Tag für evangelische Christinnen und Christen, der ebenso für Altkatholiken und Methodisten galt, wurde er in Österreich 2019 gesetzlich abgeschafft.

Zu Beginn des Triduum Sacrum spricht der evangelische Theologe und Pfarrer der Lutherischen Stadtkirche in Wien, Johannes Modeß, am Gründonnerstag, 2. April, in „Betrifft: Ostern“ (18.50 Uhr, Ö1) mit der „Demokratisierung des Lichts – Ostern bedeutet Hoffnung für alle“. Außerdem ist Modeß am Karfreitag um 22.58 Uhr unter dem Titel „Toxic Positivity und Karfreitag“ in der Sendung „Einfach zum Nachdenken“ auf Ö3 zu hören.

Am Gründonnerstag ist Bischöfin Cornelia Richter zu Gast in der Sendung “Hinter den Schlagzeilen” auf ORF 2. Im Gespräch mit Patrick Budgen wird es um den Karfreitag gehen ebenso wie um Hoffnung in Zeiten der Krisen. Beginn der Sendung ist um 16.20 Uhr.

Den Karfreitag eröffnet der niederösterreichische Superintendent Michael Simmer mit den “Morgengedanken” um 5.40 Uhr in den ORF-Regionalradios.

Andrea Mattioli, Superintendentin der Diözese Kärnten und Osttirol, wird am Karfreitag in der Evangelischen Pfarrkirche Villach-Nord zusammen mit dem katholischen Bischof Josef Marketz einen ökumenischen Gottesdienst feiern. Übertragen wird der Gottesdienst ab 9 Uhr auf Radio Kärnten.

Kurz davor, etwa um 8.58 Uhr, wird Mattioli auf ORF 2 in der Sendung “Die gute Minute” zu sehen sein. Im Mittagsjournal um 12.02 Uhr auf Radio Kärnten wird Mattioli dann eine Grußbotschaft zum Karfreitag sprechen. Überdies wird die Superintendentin um 19 Uhr in der Sendung „Kärnten heute“ auf ORF 2 beim „Wort zum Karfreitag“ zu hören sein. Weiters wird Mattioli am Karfreitag um 20 Uhr gemeinsam mit Superintendentialkuratorin Margarethe Prinz-Büchl auf Radio Kärnten ihre Gedanken zum Thema „Hoffnung“ äußern. Am Ostersonntag, 5. April, wird Mattioli im Zeitraum zwischen 7 und 10 Uhr ebenfalls auf Radio Kärnten Ostergrüße an das Publikum richten.

Olivier Dantine, Superintendent der Diözese Salzburg-Tirol, wird am Karfreitag, 3. April, in einem Radio-Interview zu hören sein. Ausgestrahlt wird das Interview um 15 Uhr auf ORF-Radio Tirol. Ebenso am Karfreitag wird der oberösterreichische Superintendent Gerold Lehner um 11.10 Uhr auf Radio Oberösterreich in den Karfreitagsgedanken sprechen.

“Die Frauen am Grab”

Mit der Bibelstelle „Die Frauen am Grab“ aus dem Markusevangelium (Mk 16, 1-8) beschäftigt sich Bischöfin Cornelia Richter am Ostersonntag von 7.05 Uhr bis 8 Uhr in der Ö1-Sendung „Lebenskunst – Begegnungen am Sonntagmorgen“ unter dem Titel „Interpretationsbedürftiges Hoffnungszeichen – Aspekte der Bibel“. Alle vier kanonischen Evangelien der Bibel – nach Markus, Matthäus, Lukas und Johannes – erzählen übereinstimmend, dass am Sonntagmorgen nach dem Kreuzestod von Jesus dessen Grab leer war. Und dass es Frauen waren, die sich als Erste zum Grab aufgemacht hatten. „Was mich an der Szene so berührt: dass es Menschen bis heute so geht“, betont Richter. „Wer Trauernde begleitet, weiß: Viele machen die Erfahrung, dass ein Verstorbener nicht einfach tot ist, dass seine oder ihre Geschichte nicht einfach aus ist. Sondern dass sich eine zuvor ungeahnte und für lange Zeit unglaubliche Nähe einstellen kann. Eine Nähe im Herzen, im Erinnern, in all dem, was man täglich tut“, so die Bischöfin.

Der reformierte Landessuperintendent Ralf Stoffers ist am Ostermontag, 6. April, zu Gast in der Reihe “Ansichten” auf Radio Vorarlberg. Das Gespräch mit Ulli von Delft beginnt um 11 Uhr. Bereits am Karfreitag gestaltet Stoffers das Passionsgebet auf dem Youtube-Kanal der Evangelischen Kirche. Abgeschlossen wird diese Reihe mit dem Ostergebet von Bischöfin Cornelia Richter am Ostersonntag.