<h3>Gedanken des Wiener Superintendenten zum Neuen Jahr</h3>
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<p>Wien (epdÖ) – In seinem Neujahrsgruß plädiert der Wiener Superintendent Matthias Geist dafür, einander besser wahrzunehmen. „Im Gesehen-Werden und im geschenkten An-Sehen der anderen Person ändert sich unser eigenes Leben und das unserer Umwelt“, schreibt Geist zum Jahreswechsel in einer Aussendung an die „Mitglieder und Sympathisant:innen der Evangelischen Kirche in Wien“. Damit wolle er an jene Bedürfnisse erinnern, „die wir alle kennen und zu jedem Neuanfang bewusst bedenken sollten“.</p>
<p>In seelsorgerlichen Begegnungen des vergangenen Jahres habe Geist häufig ein Ringen mit der aktuellen Gegenwart erlebt. „Dieses Ringen wird vor allem dann zur Bedrohung, wenn sich die oder der einzelne nicht an-gesehen fühlt: in der Person, in ihrer Geschichte, in den Interessen und auch in den Prägungen“, schreibt der Superintendent. Der Welt fehle vielfach das Ansehen, „das wir einander im Kleinen und im Großen schenken dürfen und auch schulden“. Eigentlich einfach, sei dies „sichtlich doch so schwierig, weil wir uns selbst und einander im Weg stehen“.</p>
<p>Im Hinblick auf die Jahreslosung 2026 aus der Offenbarung „Siehe, ich mache alles neu“, hofft Geist „weniger auf einen apokalyptischen und dramatischen Neuanfang“ wie der Seher Johannes auf „einen neuen Himmel und eine neue Erde“. Vielmehr „sollen und dürfen wir auf eine reale und innerweltlich spürbare Änderung setzen und hoffen“. Sie werde gelingen, „in unserer Stadt, in unseren Beziehungen und in allen inneren und äußeren Konflikten, die uns diese Welt abverlangt“, zeigt sich der Superintendent überzeugt. „Mehr Demut und mehr Ansehen der anderen Person werden uns dabei helfen.“</p>
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