Wiener Erzbischof bezeichnet Karfreitagsregelung seit 2019 als Wunde für die evangelischen Christen
Wien (epdÖ) – In der Debatte um den Karfreitag als Feiertag hat der neue Wiener Erzbischof Josef Grünwidl Verständnis für das Anliegen der Evangelischen Kirche gezeigt. Er verstehe, dass die Karfreitagsregelung seit 2019 „eine Wunde“ für die evangelischen, methodistischen und altkatholischen Christinnen und Christen in Österreich sei, weil dieser Tag nun nicht mehr grundsätzlich frei sei, sondern sich Angehörige dieser Kirchen einen Urlaubstag nehmen müssten. Grünwidl äußerte sich im Interview mit Kathpress und den Medien der Erzdiözese Wien.
Der Karfreitag habe in diesen Kirchen noch einmal eine ganz andere und identitätsstiftende Bedeutung als in der Katholischen Kirche. Er wolle aber auch daran erinnern, dass der evangelisch-lutherische Bischof Michael Chalupka im Vorjahr „zwar traurig, aber auch realistisch“ gesagt habe, dass es in Zeiten von Sparpaketen und Budgetdefiziten unrealistisch sei daran zu denken, dass ein zusätzlicher Feiertag in Österreich für alle eingeführt wird.
Er verstehe das Anliegen der evangelischen Christinnen und Christen und hoffe, „dass es zu einer Lösung kommt, die auch für diese betroffenen Kirchen gut sein wird“, sagte der Erzbischof.