Im „SAAT“-Porträt: Julia Focke-Tengler

„Den Menschen soll es bei uns gut gehen“

Wien (epdÖ) – In jeder Ausgabe der Evangelischen Zeitung für Österreich „SAAT“ wird eine Person vorgestellt, die sich in der Kirche engagiert. In der aktuellen Ausgabe ist es die Gemeindepädagogin Julia Focke-Tengler aus Linz:

„Mein persönliches Steckenpferd ist das Zugehen auf andere Menschen.“ Glaubwürdiger kann dieser Satz aus dem Mund der Gemeindepädagogin Julia Focke-Tengler nicht klingen, wenn man ihr ansteckendes Lachen hört – und vor allem ihr vielseitiges Engagement für unterschiedliche Altersgruppen kennt.

Dieses Engagement spannt sich vom Religionsunterricht an Linzer Volksschulen bis zur Organisation von Freizeitangeboten in ihrer Pfarrgemeinde Linz-Innere Stadt. So ist Focke-Tengler etwa für Gruppenangebote zu Sturzprävention und Gedächtnistraining für Senior:innen verantwortlich. Auf diese Weise sollen bei älteren Personen Stress reduziert, die Konzentration gefördert und die körperliche sowie mentale Fitness im Alltag und Sport verbessert werden. Dazu stehen Bewegungsformen wie Tanzen – ohne Partner, in der Gruppe oder als Sitztanz – regelmäßig auf dem Programm. Außerdem begleitet Focke-Tengler Frauen und Männer in der „Mittwochrunde“, einem gemütlichen Treffpunkt, wo die Teilnehmer:innen miteinander plaudern und Rummikub spielen. „Auch das Feiern kommt nicht zu kurz“, lacht die die Heil- und Sonderpädagogin aus Leonding, der eines besonders wichtig ist: „Den Menschen soll es bei uns gut gehen, sie sollen sich hier wohl fühlen.“

Darüber hinaus organisiert Focke-Tengler Frühlingsfreizeiten und im Sommer traditionell eine „Fahrt ins Blaue“ mit bis zu 50 Personen ihrer Pfarrgemeinde. Sie freut sich, dass viele Leute einander kennenlernen, „weil diese Fahrten so gemeindeübergreifend sind“. Engagiert ist die 53-jährige zudem ehrenamtlich bei den Elternvereinen in der HTL und beim Lions Clubs Linz Danubius, der Bedürftige in der Region Linz unterstützt.

Auch gemeinsam mit ihrer Familie lernt sie immer wieder andere Menschen und Orte kennen. „Wir sind Camper und fahren viel mit dem Wohnwagen auf Urlaub – das ist ‚Quality time‘“, betont die Mutter eines 18- und eines 16-jährigen Sohnes. Anderen Menschen zu begegnen und etwas über ihre Lebensweisen zu erfahren, findet Focke-Tengler „einfach schön“ – und fügt hinzu: „Ich finde es sehr wichtig, neue Freunde zu finden, denn dann ist man auch im Alter gut aufgehoben.“

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