Lackner bleibt Vorsitzender der Bischofskonferenz

Als Stellvertreter Diözesanbischof Scheuer bestätigt

Mariazell (epdÖ) – Im Rahmen ihrer Sommervollversammlung am 9. Juni in Mariazell haben die römisch-katholischen Bischöfe Österreichs ihre beiden Spitzen durch Wahl im Amt bestätigt: Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner bleibt Vorsitzender der Bischofskonferenz, zum Stellvertretenden Vorsitzenden wurde auch wieder der Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer (70) gewählt.

Der Salzburger Erzbischof leitet seit Juni 2020 die Bischofskonferenz, die Wiederwahl des 69-Jährigen erfolgte am Dienstag turnusgemäß. Das wiedergewählte Führungsduo Lackner und Scheuer steht somit für die nächsten sechs Jahre an der Spitze der Bischofskonferenz.

Eröffnet wurde die in Mariazell stattfindende Tagung mit einem Studientag, der erstmals seit Gründung der Österreichischen Ordenskonferenz im Jahr 2019 dem vertieften Austausch zwischen Bischöfen und Ordensgemeinschaften gewidmet war. Dabei standen gemeinsame pastorale und strukturelle Herausforderungen im Mittelpunkt. Inhaltlich befasste sich die Konferenz unter anderem mit aktuellen kirchlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen, darunter mit der neuen Sozialenzyklika „Magnifica humanitas“ von Papst Leo XIV. Den Abschluss der mehrtägigen Beratungen bildete am Mittwoch, 10. Juni, ein gemeinsamer Festgottesdienst unter der Leitung des Grazer Diözesanbischofs Wilhelm Krautwaschl in der Mariazeller Wallfahrtsbasilika.

Der Vorsitzende leitet laut Statut die Vollversammlung der Bischofskonferenz, die er zuvor einberufen und mit Unterstützung des Generalsekretärs vorbereitet hat. Seine Aufgabe ist nach innen mehr die eines Moderators, gleichzeitig ist er nach außen Stimme und Gesicht der österreichischen römisch-katholischen Bischöfe. Da zu seinen Kompetenzen auch die Beziehungen zwischen Kirche und Staat gehören, hat der jeweilige Vorsitzende der Bischofskonferenz real ein großes Gewicht in der Römisch-katholischen Kirche in Österreich.