Pfarrer Götzendorfer: „Gott begleitet auf dem Weg“
Zurndorf / Wien (epdÖ) – Mehr als 250 Personen feierten am Sonntag, 12. April, einen Konfirmanden-Themengottesdienst in der evangelischen Kirche Zurndorf im Burgenland. Er stand unter dem Thema „Cartoons“ und wurde von den Konfirmand:innen aus den Pfarrgemeinden Zurndorf, Nickelsdorf und Deutsch Jahrndorf selbst erarbeitet und gestaltet. Im Mittelpunkt stand der „Weg des Glaubens“, der mit Ausschnitten aus bekannten Cartoons illustriert wurde.
Zum ersten Mal ersetzte dieser Themengottesdienst in den drei nordburgenländischen Gemeinden die klassische Konfirmandenprüfung und zeigte „eindrucksvoll, wie junge Menschen sich eigenständig, kreativ und zugleich tiefgehend mit Fragen des Glaubens auseinandersetzen“, erläutert Sebastian Götzendorfer, Pfarrer des Gemeindeverbandes Nordburgenland. Geplant wurde der Gottesdienst – mit Texten, Gebeten, Gedanken, Übergängen und inhaltlicher Linie – während der Konfirmandenfreizeit Mitte März. „So wurde er zu einem starken Ausdruck dessen, was Jugendliche im Glauben bewegt und wie sie Kirche heute gestalten wollen“, blickt Götzendorfer dankbar zurück.
Glaube mit eigenen Worten und Bildern zum Ausdruck gebracht
„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg“: Dieser Psalm zog sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst. „Menschen sehen oft nicht den ganzen Weg, der vor ihnen liegt. Sie kennen nicht jede Kurve, nicht jede Entscheidung und nicht jede Herausforderung im Voraus. Aber Gott lässt sie nicht im Dunkeln. Er zeigt den nächsten Schritt und begleitet auf dem Weg“, erklärt der Pfarrer.
Sichtbar gemacht wurde diese Botschaft „durch das besondere Highlight des Gottesdienstes: die selbst entworfene und gebaute Rauchsäule, die die Wolken- und Feuersäule der Israeliten auf ihrem Weg durch die Wüste darstellte“, schildert Götzendorfer. Die Konfirmand:innen folgten dieser Rauchsäule als Zeichen dafür, dass christlicher Glaube Vertrauen bedeutet. „Der gestrige Konfi-Themengottesdienst hat eindrucksvoll gezeigt, wie engagiert, ideenreich und glaubensstark junge Menschen Kirche gestalten können“, resümiert der Pfarrer des Gemeindeverbandes. Dieses Format sei weit mehr als ein Ersatz für eine Prüfung, „es ist ein lebendiges Zeugnis dafür, dass der christliche Glaube junge Menschen bewegt und dass Kirche dort kraftvoll wird, wo ihnen Raum gegeben wird, Verantwortung zu übernehmen und ihren Glauben mit eigenen Worten und Bildern zum Ausdruck zu bringen“.