Ukraine: Nothilfe im bisher härtesten Kriegswinter dringend notwendig

<h3>Diakonie hilft Kindern mit psychosozialer Unterstützung</h3>
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<p>Wien (epdÖ) – In der Ukraine herrscht der „härteste Kriegswinter seit Ausbruch des Krieges“, schreibt die Diakonie in einer aktuellen Aussendung. „Im Angriffskrieg zerstört Russland gezielt die Energieinfrastruktur. Strom und Wärme fallen aus, die extreme Kälte setzt den zermürbten Menschen immer mehr zu“, heißt es weiter.</p>
<p>Die Belastungen für die Zivilbevölkerung und auch für die Mitarbeiter:innen von Hilfsorganisationen werden immer größer, weist die Diakonie auf das physische und psychische Leid der Menschen. Häuser und Infrastruktur sind zerstört, in der Folge fehlt es an der Grundversorgung. Bereits über 10 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.</p>
<h3>Zerreißprobe psychischer Belastungen</h3>
<p>Die Diakonie erinnert auch daran, dass die Zivilbevölkerung wiederholten Raketen- und Drohnenangriffen ausgesetzt ist. „Beinahe 3,7 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht, die meisten bereits seit mehr als zwei Jahren. Auch die Zahl der zivilen Opfer habe sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr „dramatisch“ erhöht, so die Diakonie.</p>
<p>Ebenso weist die Diakonie darauf hin, dass Schulen teilweise seit Jahren geschlossen sind, mit der Folge von „riesigen Bildungsdefiziten“. Das Fehlen von Alltagsstruktur und Sozialkontakten habe, zusätzlich zum Kriegsalltag, massive Auswirkungen auf die Psyche. „Kinder leiden unter Angstzuständen, Schlafstörungen, Gereiztheit und Konzentrationsschwierigkeiten“, schreibt die Diakonie.</p>
<h3>Psychologische Unterstützung für Kinder und Angehörige</h3>
<p>„Je länger der Kriegszustand andauert, desto mehr Menschen erleiden Traumata. Täglich erreichen die Organisationen vor Ort Anfragen von Trauernden, die mit den Folgen ihres Verlustes zu kämpfen haben“, berichtet Katharina Lehner, Bereichsleiterin der Diakonie Katastrophenhilfe. Diese stellt psychologische Unterstützung für Kinder und Angehörige von Gefallenen, Kriegsgefangenen und Vermissten zur Verfügung. „Lehrkräfte und Psycholog:innen erhalten Schulungen im Umgang mit belasteten und traumatisierten Kindern. Auch Angehörige bekommen Unterstützung. So können die Menschen mit den Belastungen besser umgehen“, erklärt Katharina Lehner.</p>
<p>Exemplarisch für die unzähligen jungen Opfer, die der Krieg in der Ukraine fordert, verweist die Diakonie auf den siebenjährigen Rodin. Im September 2024 hat die Druckwelle einer Rakete alle Fenster zerschmettert, jeder neue Luftangriff reißt den Buben in einen Ausnahmezustand der panischen Angst. „Seit er durch die Hilfe der Diakonie regelmäßig eine Logopädin und eine Psychologin besuchen kann, ist es besser“, heißt es in der Aussendung.</p>
<p>„Im Krieg ist jede Hilfe nötig, um durchhalten zu können“, appelliert Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser an die Spendenbereitschaft in Österreich. „Wir lassen die Menschen auch in diesem kalten Winter nicht allein.“</p>
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