Gemeinsames Gebet der Militärseelsorger am Nationalfeiertag
Wien (epdÖ) – Die Evangelische Militärseelsorge war am Nationalfeiertag mit einem Informationsstand bei der alljährlichen Informations- und Leistungsschau des Bundesheeres am Heldenplatz vertreten. Höhepunkt der Feierlichkeiten war die Großangelobung des Militärkommandos Wien mit über 1.000 Rekruten und Rekrutinnen für ihren Dienst.
Bei der Angelobung sprachen auch heuer Vertreter der Militärseelsorge verschiedener Religionsgemeinschaften ein gemeinsames Segensgebet und beteten um Frieden. Für die Evangelische Kirche erinnerte Militärpfarrer Felix Hulla an das Bibelwort aus dem 2. Timotheusbrief: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ Auch wenn Soldaten eine besondere Verantwortung zu tragen hätten, „man muss sie nicht alleine tragen“, sprach Hulla den neuen Rekrutinnen und Rekruten Gottes Segen zu.

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Militärpfarrer Felix Hulla segnete die neuen Rekrutinnen und Rekruten. (Screenshot: Trojan)
Militärpfarrer Felix Hulla segnete die neuen Rekrutinnen und Rekruten. (Screenshot: Trojan)
Angesichts der weltweiten Spannungen sei dieses gemeinsame Gebet der Katholischen, Evangelischen, Alevitischen, Islamischen, Jüdischen (Israelitischen) und Orthodoxen Militärseelsorge von „symbolträchtiger Bedeutung“, so Militärsuperintendent Karl-Reinhart Trauner, immerhin „stehen in manchen Orten der Welt die Angehörigen dieser Glaubensgemeinschaften in bewaffneten Konflikten“.
Bischöfin Cornelia Richter war bei der Kranzniederlegung der Bundesregierung zu Ehren der Opfer des Zweiten Weltkriegs und bei der Großangelobung anwesend. Begleitet von Militärsuperintendent Trauner konnte sie sich darüber hinaus ein Bild der vielfältigen Tätigkeiten der evangelischen Militärseelsorge machen.