Wien: Gedenkveranstaltung für die Opfer des Baustellenunglücks

<h3>Kirche, Politik und Gewerkschaft setzten Zeichen des Trostes und Miteinanders</h3>
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<p>Wien (epdÖ) &#8211; Am 17. März kamen bei einem Arbeitsunfall in der Porzellangasse in Wien-Alsergrund (9. Bezirk) vier Menschen ums Leben, eine Person schwebt noch in Lebensgefahr. Im Zuge von Betonierarbeiten stürzte das Baustellengerüst ein und begrub mehrere Bauarbeiter unter den Trümmern.</p>
<p>Pfarrer Stefan Fleischner-Janits von der Messiaskapelle in der Seegasse (9. Bezirk) und Pfarrerin Katharina Payk (Evangelische Hochschulgemeinde) organisierten daraufhin gemeinsam mit der Bezirksvorstehung und Bezirksvorsteherin Saya Ahmad eine Gedenkveranstaltung, die am 21. März mit Vertreter:innen aus Kirche, Politik, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft am Bauernfeldplatz stattfand.</p>
<p>„Der schwere Unfall auf der Baustelle in der Porzellangasse macht uns alle hier sehr betroffen“, sagte Pfarrer Fleischner-Janits. „Mit unseren Gedanken sind wir bei den Angehörigen der Opfer sowie bei dem Mann, der im Krankenhaus noch um sein Leben kämpft. Mit dem gemeinsamen Gedenken wollen wir dem Schock und der Trauer einen Ort geben.“</p>
<p>Katharina Payk, Evangelische Hochschulpfarrerin am Alsergrund, ergänzte: „Wenn so etwas Schlimmes passiert, können auch Einsatzkräfte, Helfende und Nachbarn traumatisiert werden. Die Menschen brauchen Raum für die Trauer und die Erschütterung. Auch dafür soll das Gedenken sein.“ Bezirksvorsteherin Ahmad betonte: „Dieses Gedenken ist ein Moment des Zusammenhalts – ein Zeichen, dass wir als Gemeinschaft im Bezirk die Trauer teilen und die Opfer nicht vergessen.“</p>
<p>„Jeder Unfall am Bau ist einer zu viel“, sagte Christian Ringseis, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft BAU-HOLZ Wien. Aus solchen Tragödien „müssen wir lernen und alles daransetzen, sie künftig zu verhindern“.</p>
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