Moser: „Jede Spende hilft, Leben zu retten“
Wien (epdÖ) – Nach dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo bittet die Diakonie um Spenden zur Unterstützung der Nothilfemaßnahmen lokaler Partnerorganisationen in dem ostafrikanischen Land. Der Ebola-Ausbruch verschärfe die ohnehin prekäre Lage vieler Familien dramatisch. In der besonders betroffenen kongolesischen Provinz Ituri prägten Armut, Vertreibung und fehlender Zugang zu medizinischer Versorgung den Alltag vieler Menschen, heißt es in einer Aussendung der Diakonie. Die WHO hat den Ausbruch durch das Bundibugyo-Virus am 17. Mai als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite eingestuft.
Die Diakonie Katastrophenhilfe bereitet Maßnahmen zu Prävention, Aufklärung und Hygiene vor. Verdachtsfälle sollen schneller erkannt und weitere Infektionen verhindert werden. Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser rief dazu auf, die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo nicht im Stich zu lassen: „Jede Spende hilft, Schutzmaßnahmen rasch möglich zu machen und Leben zu retten.“ Der mit einem hohen Ausbreitungsrisiko verbundenen Ebola-Ausbruch gefährde Menschen, die ohnehin seit Jahren unter Gewalt, Vertreibung und Armut leiden, erinnerte Moser: „Wir müssen alles tun, damit die Menschen vor Ort Schutz, Information und medizinische Unterstützung bekommen.“
Die Ausbreitung des Virus treffe auf ein ohnehin sehr geschwächtes Gesundheitssystem, so die Diakonie weiter. Kürzungen von Hilfsgeldern und globalen Gesundheitsprogrammen hätten zuletzt die Vorsorge, Überwachung und Reaktionsfähigkeit in der Region zusätzlich geschwächt. „Wer bei Gesundheit, Katastrophenvorsorge und humanitärer Hilfe spart, spart an der falschen Stelle“, warnte Moser: „Epidemien zeigen uns deutlich: Internationale Solidarität ist kein Luxus, sondern Voraussetzung dafür, dass Ausbrüche eingedämmt werden können.“
Diakonie-Spendenkonto:
IBAN: AT07 2011 1800 8048 8500
Kennwort: Ebola-Nothilfe
Online spenden unter: diakonie.at/ebola-im-kongo