Landeskantor Krampe: „Vorfreude ist sehr groß“
Wien / St. Pölten (epdÖ) – Nach Jahren der intensiven Überlegungen neigt sich der Entstehungsprozess für das neue Evangelische Gesangbuch (EG neu), das in Deutschland und Österreich in den Gottesdiensten verwendet werden wird, dem Ende zu. Etwa 40 Personen (Synodale, Diözesan- und weitere Kantor:innen, Vertreter:innen der Erprobungsgemeinden, junge Menschen) trafen sich am Freitag, 19. Juni, in St. Pölten zu einem synodalen Studientag, um gemeinsam über das neue Gesangbuch zu beraten. Geleitet wurde das Informations- und Arbeitstreffen von Landeskantor Matthias Krampe (Vorsitzender der Gesangbuchkommission), Pfarrerin Marianne Fliegenschnee (Vorsitzende der Kommission für Gottesdienst und Kirchenmusik der Synode A.B.) sowie dem reformierten Pfarrer Johannes Wittich.
Der Studientag war Teil eines breiten Erprobungsprozesses in Deutschland und Österreich. Die dabei gesammelten Erkenntnisse werden an das Projektbüro der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) rückgemeldet. In gedruckter Form soll das neue Evangelische Gesangbuch Ende 2029 erscheinen.
Von der Theorie in die Praxis
Auf dem Programm des Tages standen einerseits Informationen über historische, rechtliche organisatorische etc. Hintergründe des sehr komplexen Entstehungsprozesses, auch zur online-Materialplattform www.mitsingen.de, der vorgesehenen digitalen Möglichkeiten und der Verortung des aktuellen Projektstands. Freilich kamen auch Debatten sowie die musikalische Praxis nicht zu kurz: „Mit Unterstützung aus dem Kreis der Diözesankantor:innen und ‚ProPOP‘ haben alle in kleineren Teilgruppen je zwei verschiedene Rubriken intensiv durchgearbeitet und den Inhalt entlang dem Frageraster der Rückmeldebögen diskutiert“, so Krampe zum Evangelischen Pressedienst. Auch im Plenum wurde das getan, wozu das Gesangbuch ja dienen soll: Singen. „Insgesamt wurde deutlich, dass die Vorfreude auf das Neue Gesangbuch sehr groß ist, und dass die Grundlinien des zukünftigen gedruckten wie digitalen Produkts auf hohe bis sehr hohe Zustimmung stoßen.“ Der Synodenpräsidentin dankte Krampe für die „großartige Unterstützung“, er sei „sehr dankbar, dass dieser Tag in diesem guten Rahmen möglich gemacht wurde“.
Monjencs unterstrich, dass die Beschäftigung mit der vorliegenden Auswahl an Liedern und Texten sehr gut aufgenommen wurde und wertvolle Einblicke in Aufbau und Inhalt des neuen Gesangbuchs brachte. „Das Format hat sich für die Aufgabenstellung eindeutig bewährt“, so ihr Resümee. „Sollte es angezeigt scheinen, für die Implementierung des neuen Gesangbuchs neuerlich in einer erweiterten Runde von Synodalen und Expert:innen zu tagen, wird das von Seiten des Präsidiums der Generalsynode sehr gerne ermöglicht werden!“
Am Samstag tagte dann die Gesangbuchkommission der Generalsynode, um die Ergebnisse des Studientags zu sichern und weiterzuleiten.
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