Graz: Aktion „endlich unendlich“ zu Allerheiligen

Pop-up-Church am Friedhof „sucht nach dem, was trägt und was bleibt“

Graz (epdÖ) – Unter dem Titel „endlich unendlich“ verwandelt sich am 1. November von 11 bis 14 Uhr der Evangelische Friedhof Graz-St. Peter in einen Ort der Begegnung. Die neue Pop-up-Church-Aktion evangelischer Gemeinden lädt Friedhofsbesucher:innen zu Trost, Ruhe, Gesprächen und auch leiblicher Stärkung ein. Bei Pop-up Church-Aktionen geht die Kirche dorthin, wo Menschen sind, und wird mit unterschiedlichen Aktionen für ein paar Stunden zu einem unerwarteten Angebot im öffentlichen Raum.

„Allerheiligen ist ein Tag, an dem viele Menschen auf den Friedhof kommen – mit Trauer, mit Sehnsucht, Dankbarkeit und oft mit Fragen, für die im Alltag kein Platz ist“, heißt es vonseiten der Projektleitung. Genau dort wolle man als „Kirche mit und für andere“ sein: nicht mit fertigen Antworten, „sondern mit offenen Ohren, einem Stück Brot und Räumen, in dem man Stille aushalten und über das Leben nachdenken darf“, heißt es in einer Aussendung. Mit dem Titel „endlich unendlich“ wolle man vermitteln: „Wir sind begrenzt – und hoffen doch über uns hinaus. Das wollen wir miteinander spürbar machen. Wir suchen nach dem, was trägt, und suchen das, was bleibt.“

Angebote von 11 bis 14 Uhr

• Permanente Station Hoffnungsbrote: Am Eingang werden Brote angeboten – etwa mit Schokocreme für Trost oder Marmelade für Erinnerungen.

• Permanente Station Raum der Stille: In der Kapelle laden leise Musik und eine ruhige Atmosphäre zum Innehalten ein. Zwei Seelsorger:innen sind für ein Gespräch da.

• Permanente Station Lebensfragen an der Glasscheibe: Die Glasscheibe der Kapelle trägt Fragen wie „Solange ich lebe, will ich …“, „Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass das Leben endlich ist?“ und „Darauf hoffe ich … über mich hinaus“. Besucher:innen können ihre Antworten mit Glasmalstiften dazu schreiben.

• 11:30 und 13 Uhr – Friedhofsführungen: Ein Rundgang zu besonderen Gräbern und Orten des 1857 als romantischer „Waldfriedhof“ angelegten Friedhofs.

• 12 Uhr – Spiritueller Spaziergang: Ein meditativer Weg über den Friedhof mit Achtsamkeitsübungen, Klängen, Stille und Gebet.

• 14 Uhr – Abschlussandacht: Ein gemeinsamer Ausklang, der die Gedanken und Eindrücke des Tages aufgreift und trägt.

Die Aktion wird von der Evangelischen Kirche organisiert und ökumenisch getragen. Der Projektleitung gehören an: Sara Huber, Pfarrerin der Heilandskirche; Marcus Hütter, Pfarrer der Erlöserkirche Liebenau; Friedrich Eckhardt, Pfarrer der Christuskirche Graz-Eggenberg sowie Matthias Weigold, Pfarrer der Heilandskirche.